OK, Auf geht’s um 11:00 Uhr jp. Eigentlich wollte ich ja schon verschwinden, suche aber dann doch noch den Weg zur anderen Burg knapp 500m von hier. Es ist etwas knifflig gewesen, dort hinzufinden, aber es hat sich gelohnt. Hier gibt es eine Toilette mit fließend Wasser. Das nutze ich aus um mir den Staub von den Beinen abzuwaschen. Beim Fahrradfahren wird so viel aufgewirbelt.
In einem anderen Teil des ehemaligen Burggeländes, wird wohl gerade die eine oder andere Szene für einen Film gedreht. Ich kann mit der 400V ganz nah dabei sein. Öhm. Soap, so wie die herumhampeln. Aber cool. Ich habe einen richtigen Filmstar vor die Linse bekommen. Zufällig.
Ich sehe mich von hier oben aus noch etwas um und versuche die Aussicht von hier oben einzufangen ohne dabei die Filmarbeiten zu stören. Ich sehe mir das Treiben noch einen Augenblick an. Dann machen sie wohl eine Pause. Die nutze ich um die letzte Position zu erreichen von der aus man wohl einen guten Überblick über das umliegende Land haben wird. Ja, nicht schlecht. Die Burg hat sich hier vor einigen Jahrhunderten sicherlich gut gemacht. Wird Zeit sie zu rekonstruieren, nicht wahr?
Ich hau endlich aus diesem kleinen Ort ab. Auf dem Weg aus dem Dorf, halte ich noch an einem JP-Network an und hebe etwas Geld ab. Postkarten haben sie aber nicht. Schwach.
An einem kleinen Abschnitt passiere ich die Strecke, die ich 2013 mit dem Bike gefahren bin. Man, wie die Zeit vergeht.
Es kostet mich viel Zeit und Kraft gegen den starken Wind nach Yotsukaido zu kommen. Aber von dort aus ist es nicht mehr weit bis nach Chiba. Dort möchte ich die Burg und den Turm besichtigen. Also noch mal richtig reingehauen, damit ich das noch schaffe bevor die dicht machen.
Irgendwo in Chiba stelle ich fest, das wieder die Luft von meinem Vorderreifen verschwunden ist. Nanu? Wie kann das sein? Ich hole erst mal die Luftpumpe raus und will die am Ventil ansetzten, als ich feststelle, das das Ventil eine Macke hat. Mist. Zeig mal her. Ah, Glück gehabt. Nur das Gummi porös. Ich entferne das obere Ende und setzte das Ventilgummi ein Stück nach. Dann geht das Ventil zurück und Luft in den Reifen. Das sollte doch jetzt erst mal halten.
Nachdem ich mich irgendwie durch die Stadt navigiert habe und immer wieder anhalten musste um mit dem Notebook den Walkman zu laden, erreiche ich das Chiba Castle. Dort angekommen, stelle ich fest, dass mein Fungi NEIN. Mein FUNGI verloren gegangen ist. MIST. Der liegt bestimmt noch irgendwo in Sakura auf der Straße. SCHEIßE Ah…..jetzt muss ich mir einen neuen kaufen. Man, ein herber Verlust.
An der hiesigen Toilette muss ich mich erst mal grundreinigen. Auf dem Weg durch die letzte Stadt hat der Wind so viel Sand aufgewirbelt, das ich aussehe wie die Sphinx. Man. Das Handtuch kann ich aber auch wohl langsam vergessen. Braun.^^
Ich betrete die Burg und frage nach dem Preis. 60YEN? Das ist extrem günstig man. Ich sehe mich in aller Ruhe um und mache Fotos von Dingen die mich vielleicht interessieren könnten. Lesen kann ich ja eh nix. Auf der obersten Aussichtsplattform herrscht ein enormer Wind. Meine Fresse. Ich gehe einmal außen herum und mache einige Fotos die mir die Aussicht für später aufheben sollen. Dann geht es weiter zum Chiba Port Tower. Der Weg ist doch recht schnell gefunden.
Der Eintritt kostet nur 420YEN, ich denke, das kann ich mir leisten. Postkarten haben die hier aber nur einzelne. Das ist schwach. Die Aussicht von dort oben aber schon etwas besser. Zugegeben. Den Sonnenuntergang würde ich schon gerne sehen, aber bei dem Nebel macht das kaum Sinn und ich muss noch 30km bis nach Tokyo reißen. Also muss es eine Fotosammlung richten.
Auf dem Weg aus Chiba folge ich grob der Beschilderung, da der Akku schon wieder platt ist. Ich muss wohl doch noch einen portablen Akku kaufen. Man, das nervt. Ich folge zunächst der Route 357.
Immer der Beschilderung nach Tokyo. Man, das ist hier aber auch unübersichtlich. An einer Stelle passiere ich ein Wärterhäuschen. Die Ampel zeigt grün, also kann ich da durch fahren. Oh man, geht das hier vorwärts. Ich mache 30km/h und mehr. Das schafft. Aber nicht sehr weit. Ein Bullenwagen setzt sich vor mich.
Der Bulle hält an und steigt aus. Er will mir wieder irgendetwas erklären, aber mit seinem erbärmlichen Englisch wird das nix. Da ist sein Kollege schon besser bewandert. Aber dennoch Hilflos. Es dauert nicht lange, da tauchen hinter mir noch paar Leute auf mit einer großen Leuchtreklame die die Straße auf dem Fahrradstreifen absichern. Man, so ein Aufwand. Sie wollen mich nicht auf der Schnellstraße weiterfahren lassen. Sie helfen mir stattdessen auf die Bummelstraße mit den ganzen Ampeln und Fußgängerbrücken. Man, das nervt doch Leute. Das ist keine Reise, das ist ein Hindernissparkour.
Zunächst quetschen wir uns mit dem Bike durch den kleinen Gang neben einem Wärterhaus vorbei. Dabei wäre der Weg über die breite Zufahrt viel leichter und schneller. Anfänger. Stümper. Dilettanten. Weicheier. Nichtskönner. Sicherheitsfanatiker. Pfuscher. Ach, da fallen mir so viele Worte ein. Ich sag euch was gefährlich ist. Bei Rot über die Ampel fahren, so wie es hier viele Japaner machen. Aber doch nicht mit dem Bike auf einem über einen Meter breitem Steifen auf einer Schnellstraße entlang zu jagen.
Nichtsdestotrotz erreiche ich irgendwann Urayasu. Dort fahre ich von der scheiß langsamen Straße ab und fahre direkt nach Edogawa. Eine Straße, Route 50, führt mich direkt ohne Umwege dorthin. Von dort ist es nicht mehr weit bis zu meinem Zeltplatz vom letzten Jahr. Mal sehen ob ein Zelt noch dort liegt.
Zeltpunkt gefunden. Aber Zelt nicht. Egal. Ich habe ja ein neues. Von dort aus mache ich mich auf den altbekannten Weg nach Harajuku in der Hoffnung, dort das offene W-Lan nutzen zu können. Auf meinem Weg sehe ich einen Bullen, der einen Mann auf einem Roller angehalten hat. Action Cam on. Den Bullen nehme ich jetzt erst mal aufs Korn. Ich frage ihm nach dem Weg nach Asakusa, ob wohl ich den Weg genau kenne und doch nicht dorthin möchte. Der Typ hat keine Ahnung und spricht kein Englisch. Der Rollerfahrer hilft mir in seiner Unwissenheit weiter. Er sagt, dass ich dieser Straße einfach nur 20 bis 30 Minuten in Richtung Skytree folgen kann. Recht hat er. Und Englisch spricht er auch gut, ganz im Gegensatz zu diesem unbeholfenem stümperhaften Bullen. Ich verlasse die beiden.
Nach Stunden langem herum gekurve bin ich endlich an einem bekannten Spot wo ich W-Lan erhoffe. Doch es ist nichts mehr verfügbar. Scheiße. Und jetzt? Wie soll ich jetzt Mails abrufen? Alternative suchen, was? Shit, ich suche erst mal nach einer Polizeibox und frage nach einem Sento. Der eine Bulle hilft mich auch sofort weiter, doch das Sento hat bereits dicht. Schade eigentlich.
Ich frage an einer anderen Polizeistation noch mal nach, der gibt sich wesentlich mehr Mühe und findet auch noch eins das bis um 02:00Uhr offen hat, aber recht weit weg zu sein scheint. Gut, lassen wir das. Nach dem ich mich noch gut eine halbe Stunde mit den Leuten hier unterhalten habe, fahre ich rüber in den Jojogi Park. Dort suche ich einen Wasserhahn und wisch mir den Staub von meinen Knochen. Anschließend suche ich hier eine abgelegene Ecke für das Zelt. Das sollte es dann für heute gewesen sein.
Dienstag, 5. August 2014
Montag, 4. August 2014
Auf nach Chiba (04.08.2014)
Um 10:00Uhr jp hau ich von dort ab und folge der Route 6 weiter nach Süden. Am ersten Daly Yamazaki halte ich an auf ein Eis und etwas zu trinken. Da kommt ein alter Herr auf mich zu und fragt, ob ich Deutscher bin. Auf Deutsch. Also, er spricht richtig gut Deutsch. Ich kann ein paar Worte mit ihm wechseln bevor er den Laden betritt. Als er wieder herauskommt, schenkt er mir ein Gari Gari Kun Soda Eis am Stiel. Wow, das hätte er nicht machen müssen.
Ich folge der Route 6 direkt durch Mito. Somit kreuze ich meine vorgestern gefahrene Route. Das sieht auf der Karte nachher bestimmt lustig aus.!^^ Nördlich von Ibaraki fahre ich von der Route 6 ab und folge nun der Route 18 durch eine wirklich ländliche Gegend. Die Sonne ballert hier richtig. Da ist überhaupt kein Schatten. Auf der Karte sehe ich auch noch eine Burg, die ich gewissermaßen direkt passiere. Ich treffe auf einen Coin Landry. Eine Münzwäscherei. Ich nutze die Mittagshitze als zusätzlichen Grund mich dort etwas aufzuhalten. Ich hau meine Wäsche in eine Maschine und muss mich erst mal mit der Funktionsweise vertraut machen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kann ich meinen Weg fortsetzen. Die nassen Klamotten verteile ich irgendwo auf meinem Bike. Die Sonne knallt mehr als genug um die Sachen auch so zu trocken.
Irgendwo Südwestlich von Omitama verlasse ich die Route 18 und folge jetzt der Route 144 durch wirklich richtig ländliches Gebiet. Die Gegend ist verhältnismäßig flach und wenn der Gegenwind nicht wäre, würde ich viel schneller vorrankommen. Der Wind nervt voll und er scheint heftiger zu werden.
Die Route 144 macht einen Boden um einen See. Ein schönes kleines Dorf hier. Man man. Nachdem ich die Reisfelder hinter mir gelassen habe, geht es auf der Route 141 weiter nach Westen Richtung Tsuchiura. Dort war ich schon Aber es gibt keinen günstigeren Weg. Da ist ein großer See im Weg. Ich mache zum Abendbrot bei einem CoCo Curry Haus halt. Es ist erst 19:00 als ich dort einkehre. Knapp 40 Minuten Später geht es weiter. Ich folge nun der Route 34 zurück. Einige Kilometer genauso, wie ich gekommen bin. Ich komme auch wieder an dem 120m Buda vorbei. Aber der Wind ist so stark, das ich das Fahrrad nicht als Stativ nutzen kann. Ich folge der Route bei heftigem Wind weiter bis nach Ryugasaki.
Nachdem ich mich irgendwie durch die verwirrend angelegten Straßen auf die andere Seite des Flusses geschlagen habe erreiche ich den Ort Inzai und schließlich Sakura. In Sakura gibt es drei Burgen auf meiner Karte. Aber das bemerke ich erst später. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für mein Zelt, stoße ich auf eine beschaulich ruhige Waldeinfahrt. Aber ich denke mir, dass es wohl noch einen besseren Platz gibt. Also geht die Fahrt noch einige km weiter. Man, hätte ich dort bloß angehalten, denke ich mir.
Als ich das nächste Mal auf die Karte sehe, stelle ich fest, dass ich bereits zwei Burgen passiert habe und nun genau auf Augenhöhe mit der dritten bin. Ich beschließe, mir wenigstens diese anzusehen. Ich fahre eine Seitenstraße und einen steilen Pfad auf den Berg hinauf. Oben angekommen, sehe ich schon ein Schild, das auf die Burgruine hinweist. Ich stellemein Bike auf dem Parkplatz ab und sehe mich etwas um. Nichts. Garnichts. Überhaupt nichts. Schwach. Aber egal. Ich nutze die Einsamkeit dieses Hügels um ungestört mein Zelt zu errichten. Gegen 10 vor 3 (jp) kann ich im Zelt zur Ruhe kommen.
Ich folge der Route 6 direkt durch Mito. Somit kreuze ich meine vorgestern gefahrene Route. Das sieht auf der Karte nachher bestimmt lustig aus.!^^ Nördlich von Ibaraki fahre ich von der Route 6 ab und folge nun der Route 18 durch eine wirklich ländliche Gegend. Die Sonne ballert hier richtig. Da ist überhaupt kein Schatten. Auf der Karte sehe ich auch noch eine Burg, die ich gewissermaßen direkt passiere. Ich treffe auf einen Coin Landry. Eine Münzwäscherei. Ich nutze die Mittagshitze als zusätzlichen Grund mich dort etwas aufzuhalten. Ich hau meine Wäsche in eine Maschine und muss mich erst mal mit der Funktionsweise vertraut machen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde kann ich meinen Weg fortsetzen. Die nassen Klamotten verteile ich irgendwo auf meinem Bike. Die Sonne knallt mehr als genug um die Sachen auch so zu trocken.
Irgendwo Südwestlich von Omitama verlasse ich die Route 18 und folge jetzt der Route 144 durch wirklich richtig ländliches Gebiet. Die Gegend ist verhältnismäßig flach und wenn der Gegenwind nicht wäre, würde ich viel schneller vorrankommen. Der Wind nervt voll und er scheint heftiger zu werden.
Die Route 144 macht einen Boden um einen See. Ein schönes kleines Dorf hier. Man man. Nachdem ich die Reisfelder hinter mir gelassen habe, geht es auf der Route 141 weiter nach Westen Richtung Tsuchiura. Dort war ich schon Aber es gibt keinen günstigeren Weg. Da ist ein großer See im Weg. Ich mache zum Abendbrot bei einem CoCo Curry Haus halt. Es ist erst 19:00 als ich dort einkehre. Knapp 40 Minuten Später geht es weiter. Ich folge nun der Route 34 zurück. Einige Kilometer genauso, wie ich gekommen bin. Ich komme auch wieder an dem 120m Buda vorbei. Aber der Wind ist so stark, das ich das Fahrrad nicht als Stativ nutzen kann. Ich folge der Route bei heftigem Wind weiter bis nach Ryugasaki.
Nachdem ich mich irgendwie durch die verwirrend angelegten Straßen auf die andere Seite des Flusses geschlagen habe erreiche ich den Ort Inzai und schließlich Sakura. In Sakura gibt es drei Burgen auf meiner Karte. Aber das bemerke ich erst später. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für mein Zelt, stoße ich auf eine beschaulich ruhige Waldeinfahrt. Aber ich denke mir, dass es wohl noch einen besseren Platz gibt. Also geht die Fahrt noch einige km weiter. Man, hätte ich dort bloß angehalten, denke ich mir.
Als ich das nächste Mal auf die Karte sehe, stelle ich fest, dass ich bereits zwei Burgen passiert habe und nun genau auf Augenhöhe mit der dritten bin. Ich beschließe, mir wenigstens diese anzusehen. Ich fahre eine Seitenstraße und einen steilen Pfad auf den Berg hinauf. Oben angekommen, sehe ich schon ein Schild, das auf die Burgruine hinweist. Ich stellemein Bike auf dem Parkplatz ab und sehe mich etwas um. Nichts. Garnichts. Überhaupt nichts. Schwach. Aber egal. Ich nutze die Einsamkeit dieses Hügels um ungestört mein Zelt zu errichten. Gegen 10 vor 3 (jp) kann ich im Zelt zur Ruhe kommen.
Sonntag, 3. August 2014
An der Küste (03.08.2014)
Nach einigen Stunden habe ich soweit alles auf den neusten Stand gebracht und verschwinde aus dem MC. Ich verlasse Hitachinaka gen Osten und wollte eigentlich einen Platz für die Nacht suchen. Der Hitachi Seaside Park, den ich mir auf der Karte ausgesucht habe, ist aber kein Park, sondern wohl mehr so was wie ein Gewerbegebiet. Überall Bullen. Ich hau ab und fahre die Ladstraße Nr. 245 weiter nach Norden. Ich mache Halt bei einem 7-11 und treffe auf eine Gruppe Jugendliche die auf einem Rock Festival waren. Das eine Mädchen kommt auf mich zu und bricht ein Gespräch vom Zaun, während ich an einem sonderbaren Gari Gari Kun Eis am Stiel sauge. Es ist mittlerweile 3 Uhr morgens in Japan. Ein Junge von der Gang gibt mir eine kleine Dose „Wonder“. Eine kleine Dose Kaffee. Ja. Ich check den gleich aus. Nicht schlecht. In etwa so, wie der BOSS den ich sonst so gerne trinke. Ich verabschiede mich von der Rockerbande und fahre die Route 245 noch weiter nach Norden.
Ich erreiche Hitachi und sehe einen Leuchtturm. Auf der Karte soll sich dort ein kleiner Park befinden. Ich halte kurz für ein Foto an und sehe mich dann in der Nähe vom Leuchtturm um. Erfolg! Unter einigen Bäumen am Rande des kleinen Geländes, kann ich das Zelt ohne großen Aufwand aufstellen. Gegen 04:30Uhr japanischer Zeit steht das Zelt und ich hau mich hin. Ich schlafe einige Stunden (bis um 11Uhr jp), bis ich hoffentlich ausgeschlafen genug bin um weiter zu fahren. Abfahrt von dort ist um 05:27 plus 7 Stunden. Also um halb eins. Zum Frühstück habe ich mir die Nudelsuppe gekocht, die ich vorgestern noch im 100YEN Lawson gekauft habe. Somit ist die jetzt auch weg.
Ich fahre jetzt unweit der Küste nach Norden. Es scheint von dort oft dichter Nebel herüberzukommen. Das Wetter hält sich bedeckt. Die Sonne versteckt sich hinter Wolken und es sind doch noch angenehme 35°C. Das geht noch. Ich komme sehr gut voran und schlage mich im Laufe des Tages bis nach Isohara durch. Ein Spot den ich mir ansehen wollte.
Unterwegs, unterhalte ich mich kurz mit einem Japaner der auch auf dem Rad unterwegs ist. Er spricht doch gutes Englisch und wir können uns gut verständigen. Auch mit meinem geringem Japanisch. Mal sehen, was die Action Cam alles gefilmt hat.
Später am Nachmittag, kommt die Sonne wieder raus und die Temperatur steigt auf die gewohnten 43°C. Ich fahre ja die meiste Zeit in der Sonne, denn Schatten gibt es hier in Japan kaum. An einem Streckenabschnitt erhasche ich einen guten Blick auf das Meer. Ich wollte die Gelegenheit nutzen um ein wenig das Wasser an zu testen. Hätte ich es mal lieber nicht gemacht:
Ich fahre mit dem Bike nach rechts von der Route ab und halte an einer Mauer. Von dort aus gehe ich zu Fuß über den Strand zum Meer. Ich lege alle meine Kameras ab und entferne das Mikro von der Action Cam, so dass ich mit der Action Cam auch Unterwasser filmen kann. Ich gehe also vorsichtig zum Ufer und die Kamera halte ich etwas tiefer. BAM, da kam die erste Welle. Das ging ja noch. Aber die zweite, hat mich richtig nass gemacht. Und die Cam hat alles drauf. Scheiße. Salzwasser. Das habe ich ja total vergessen. Jetzt muss ich alles zusammenpacken und mich umziehen. Ich bin voll nass. Dieser kurze Aufenthalt kostet mich bestimmt fast eine Stunde.
Nach dem Zwischenfall muss ich richtig rein hauen, sonst erreiche ich mein Ziel nicht mehr bevor es dunkel wird. Nach paar Stunden erreiche ich es dann doch noch. Isohara. Dort liegt ein riesiger Felsen im Wasser, der gewissermaßen wie ein Elefant aussieht. Oder wie ein Totenkopf. Von dort aus fahre ich noch etwas weiter. Ich versuche das unterste Ende des Tsunamiüberflutungsgebietes zu erreichen. Aber nach 10 weitern Kilometern stelle ich fest, dass es wohl doch noch gute 10km sind und ich schon so viel Zeit verschwendet habe, hier überhaupt her zu kommen. Ich drehe auf der Stelle um und mache mich auf den Rückweg. Die ganzen 150km. Bestimmt. Ich werde später mal genau nachrechen, wie viele KM es waren.
Den Weg zurück lege ich wesentlich schneller zurück, da ich nicht mehr anhalte um Fotos zu machen oder neue Checkpoints auf die Karte zu setzten, da ich bis nach Hitachi (etwa die Position mit dem Leuchtturm) genau dieselbe Route fahre, die ich gekommen bin. Danach wähle ich eine direktere Route. Route 6 Richtung Tokyo. Südwesten also. Ich fahre an diesem Tag noch bis nach Naka.
Ich fahre eine kleine Straße von der Route 6 nach Westen ab und muss auch nicht lange suchen um einen Platz für mein Zelt zu finden. Um 17:40+7 (00:40 jp) habe ich das Zelt aufgebaut und hau mich hin. Der heutige Gegenwind hat mich ganz schön ausgebremst. Hoffentlich geht es morgen besser.
Ich erreiche Hitachi und sehe einen Leuchtturm. Auf der Karte soll sich dort ein kleiner Park befinden. Ich halte kurz für ein Foto an und sehe mich dann in der Nähe vom Leuchtturm um. Erfolg! Unter einigen Bäumen am Rande des kleinen Geländes, kann ich das Zelt ohne großen Aufwand aufstellen. Gegen 04:30Uhr japanischer Zeit steht das Zelt und ich hau mich hin. Ich schlafe einige Stunden (bis um 11Uhr jp), bis ich hoffentlich ausgeschlafen genug bin um weiter zu fahren. Abfahrt von dort ist um 05:27 plus 7 Stunden. Also um halb eins. Zum Frühstück habe ich mir die Nudelsuppe gekocht, die ich vorgestern noch im 100YEN Lawson gekauft habe. Somit ist die jetzt auch weg.
Ich fahre jetzt unweit der Küste nach Norden. Es scheint von dort oft dichter Nebel herüberzukommen. Das Wetter hält sich bedeckt. Die Sonne versteckt sich hinter Wolken und es sind doch noch angenehme 35°C. Das geht noch. Ich komme sehr gut voran und schlage mich im Laufe des Tages bis nach Isohara durch. Ein Spot den ich mir ansehen wollte.
Unterwegs, unterhalte ich mich kurz mit einem Japaner der auch auf dem Rad unterwegs ist. Er spricht doch gutes Englisch und wir können uns gut verständigen. Auch mit meinem geringem Japanisch. Mal sehen, was die Action Cam alles gefilmt hat.
Später am Nachmittag, kommt die Sonne wieder raus und die Temperatur steigt auf die gewohnten 43°C. Ich fahre ja die meiste Zeit in der Sonne, denn Schatten gibt es hier in Japan kaum. An einem Streckenabschnitt erhasche ich einen guten Blick auf das Meer. Ich wollte die Gelegenheit nutzen um ein wenig das Wasser an zu testen. Hätte ich es mal lieber nicht gemacht:
Ich fahre mit dem Bike nach rechts von der Route ab und halte an einer Mauer. Von dort aus gehe ich zu Fuß über den Strand zum Meer. Ich lege alle meine Kameras ab und entferne das Mikro von der Action Cam, so dass ich mit der Action Cam auch Unterwasser filmen kann. Ich gehe also vorsichtig zum Ufer und die Kamera halte ich etwas tiefer. BAM, da kam die erste Welle. Das ging ja noch. Aber die zweite, hat mich richtig nass gemacht. Und die Cam hat alles drauf. Scheiße. Salzwasser. Das habe ich ja total vergessen. Jetzt muss ich alles zusammenpacken und mich umziehen. Ich bin voll nass. Dieser kurze Aufenthalt kostet mich bestimmt fast eine Stunde.
Nach dem Zwischenfall muss ich richtig rein hauen, sonst erreiche ich mein Ziel nicht mehr bevor es dunkel wird. Nach paar Stunden erreiche ich es dann doch noch. Isohara. Dort liegt ein riesiger Felsen im Wasser, der gewissermaßen wie ein Elefant aussieht. Oder wie ein Totenkopf. Von dort aus fahre ich noch etwas weiter. Ich versuche das unterste Ende des Tsunamiüberflutungsgebietes zu erreichen. Aber nach 10 weitern Kilometern stelle ich fest, dass es wohl doch noch gute 10km sind und ich schon so viel Zeit verschwendet habe, hier überhaupt her zu kommen. Ich drehe auf der Stelle um und mache mich auf den Rückweg. Die ganzen 150km. Bestimmt. Ich werde später mal genau nachrechen, wie viele KM es waren.
Den Weg zurück lege ich wesentlich schneller zurück, da ich nicht mehr anhalte um Fotos zu machen oder neue Checkpoints auf die Karte zu setzten, da ich bis nach Hitachi (etwa die Position mit dem Leuchtturm) genau dieselbe Route fahre, die ich gekommen bin. Danach wähle ich eine direktere Route. Route 6 Richtung Tokyo. Südwesten also. Ich fahre an diesem Tag noch bis nach Naka.
Ich fahre eine kleine Straße von der Route 6 nach Westen ab und muss auch nicht lange suchen um einen Platz für mein Zelt zu finden. Um 17:40+7 (00:40 jp) habe ich das Zelt aufgebaut und hau mich hin. Der heutige Gegenwind hat mich ganz schön ausgebremst. Hoffentlich geht es morgen besser.
Samstag, 2. August 2014
Go to Mito (02.08.2014)
Irgendetwas rumpelt neben mir. Daraufhin werde ich wach und sehe auf die Uhr. 0900 etwa. Was da los. Ich ziehe mich wieder an und sehe aus dem Zelt. Krass. Die Burg wird doch noch als Museum genutzt. Das habe ich nicht erwartet. Ich muss erst einmal paar Sachen am Bike richten, bevor die Reise weitergehen kann. Zum einen ist mir aufgefallen, dass der Fahrradständer lose ist, der Roller vom AZP6 nicht richtig sitzt und die Fahrradtaschen neu angebunden werden müssen. Danach verlade ich den ganzen Plunder neu und richte es dabei so ein, das meine Klamotten die nicht nass werden sollte auf der einen Seite in einem blauen Sack lagern und auf der anderen Seite, das Zeug was durchaus mal eine Dusche verkraften kann. Schuhe z.B. Nachdem ich den Platz geräumt habe, betrete ich das Museum. Man, ich habe aber auch ein Glück. Zum einen kostet es nur 105yen und zum anderen, das ich so lange geschlafen habe. Wäre ich früher wach geworden, wäre ich schon lange weg und hätte hier nicht reinsehen können.
In dem Eintrittspreis ist auch schon der Besuch in dem Museum dort hinten mit inbegriffen, erzählt mir der alte Weise auf doch erstaunlich gutem Englisch. Man, da kommt man sich doch fast vor wie zuhause. Wobei zugegeben. Ich fühle mich in Japan nicht fremd, selbst wenn ich an neue Orte komme.
Ich besuche also noch das Museum bevor es weiter geht. Ich folge der Route gewissermaßen ins unbekannte, denn der Akku vom Walkman ist bald platt. Ich habe aber das Gefühl, dass der Akku länger hält, wenn ich ihn einfach in den Stand-by versetzte, anstatt ihn jedes Mal wieder einzuschalten. Ich folge also der Landstraße zur nächsten Burg auf meiner Karte. Fuchu Castle. An der angegebenen Position kann ich nichts finden, aber ich finde durch Zufall einen Tempel. Und wie mein großes Glück mal wieder zugeschlagen hat, kann der junge Mann auch tatsächlich englisch. Er erklärt micr, das sich in der Schule dort hinten ein Museum und eine Ruine einer Burg befindet. Ja, Gut. Dann fahre ich da noch mal hin.
Vor der Schule frage ich noch mal zwei Japaner die dort Schülerlotsen spielen. Die wissen von nichts. Aber sie scheinen doch zu wissen, dass es in der Schule eine Ruine gibt. Aber sagen tun sie mir das nicht. Wie dem auch sei. Ich lasse diese Burg unbesichtigt hinter mir und mache mich auf den Weg nach Mito. Das ist gewissermaßen direkt auf meinem Weg an die Küste. Ich habe schon zu viel Zeit vertan. Der Umweg sollte mich nicht mehr als vier Tage kosten, denn dann ist meine Reserve aufgebraucht. Ich sollte mich also beeilen.
Bei einem kleinen Waldstück, wo sich ein langer Schatten auf die Straße erstreckt, halte ich für einen längeren Augenblick an um etwas zu rasten und abzukühlen. Außerdem nutze ich diese Pause um den Walkman am Notebook etwas zu laden, damit ich nicht ohne Navigation da stehe.
Auf dem weiteren Weg passiert nicht besonderes. Ich treffe bei einer meiner vielen Pausen auf drei Radfahrer. Die sind auch auf dem Weg nach Mito. Allerdings haben sie richtige Rennräder und sind nicht schwer beladen. Die fahren also nur zum Spaß während ich voll reinhauen will. Ich habe mich mit ihnen ein wenig unterhalten können. Einer von ihnen spricht etwas Englisch.
Ich erreiche die Stadt Mito bei Einbruch der Dunkelheit. Ich habe an einem Sukyai Halt gemacht um etwas zu essen und das Notebook zum Walkman laden zu nutzen. Heute soll hier ein Fest sein, sagten die Radfahrer. Mal sehen ob ich später Zeit habe mich darum zu kümmern. Ich schlage mich zum Mito Castle durch. Aber das einzige was es dort noch zu sehen gibt, ist ein Tor und der total begrünte Burgwall, den man noch erahnen kann.
Ich fahre anschließend einige Hundert Meter zurück und schiebe mein Bike mit voller Ladung durch das Getümmel. Mir ist das ja schon wieder zu viel. Ich mache ein Foto und setzte meinen Weg fort. Ich will noch paar km reißen. Jetzt ist es nicht mehr so warm und die km sollten nur so schwinden. Doch der Plan ändert sich schlagartig, als ich an einer Polizeistation vorbei komme. Ich möchte ja gerne zum nächsten MC auf der Karte fahren um dort ein wenig zu schreiben und so.
Ich halte an und frage nach einem Sento. sofort weiß der alte Kerl Bescheid. Aber mit seiner Wegbeschreibung kann ich nichts anfangen. Ich frage später noch einige andere Leute auf der Straße. Die wissen zwar was ich suche, tun sich aber auch mit der Wegbeschreibung des alten Polizisten schwer. Sie sagen zweite Ampel links. Ach Leute. Das doch schon mal eine Ansage. Aber welche genau? Hier sind so viele. Zählen die Fußgängerampeln auch? ich frage erneut in einem Yoshinoya nach. Der weiß auch sofort Bescheid und gibt mir eine Wegbeschreibung auf Japanisch. Ja, die Ampel scheint richtig zu sein…dann rechts und wieder links. Soweit erst mal. Ich folge also so gut wie es mir möglich ist der Wegbeschreibung.
Da fällt mir ein, dass ich ja noch keine Seife habe. Auf dem Weg treffe ich noch auf einen Daly Yamazaki. Die haben Seife da. Geil man. Ich frage die Kassiererin erneut nach dem Weg. Sie sagt, zweite Ampel links. Sauber. Damit bin ich doch fast da.
Im Sento angekommen, muss ich mich erst einmal orientieren. Es ist jetzt schon voll. Ich frage die Bedienung, ob sie mir die 500YEN Münze wechseln kann. Ja, kein Problem. Ich schließe meine Sandaletten ein und versuche mich nun am Automaten. Bah, kein Plan wie das jetzt funktionieren sol. Ich frage den Angestellten. Der macht das für mich. Sauber. 680YEN kostet mich der Spaß. Die Kassiererin gibt mir noch eine Wegbeschreibung. Geradeaus und dann rechts. Hai, alles klar. In der Umkleide ist schon (oder noch (ich weiß es ja jetzt noch nicht)) heftig was los. Ich habe echt mühe ein freies Schließfach zu finden.
Nachdem ich meinen Möhl zusammen habe muss ich zunächst den richtigen Bereich finden. Ach du Scheiße. Das ist ja mega Voll hier. Jeder Platz ist bereits belegt und man muss sich anstellen. Zwei junge Japaner warten schon auf einen freien Platz. An dieser Stelle. Soweit was ich ohne Brille erkennen kann, haben hier alle Japaner keinen rasierten Schambereich. Und das bei der Hitze. Leute Alter. Einer der zwei Japaner bietet mir die angeblich defekte Dusche an. Aber es kommt Wasser heraus. Es ist wohl nur der Automatik-Stop der Armatur defekt. Mir reicht das aber voll aus. Ich fange also an mich zu waschen und rasieren.
Als ich fertig bin und mich umsehe, hat sich bereits eine meterlange Warteschlange gebildet. Unnormal. Die reicht schon bis in die Umkleide zurück. Also so gut 20m. Ich sehe zu, das ich hier weg komme, bevor es noch mehr wird. In der Eingangshalle stapeln sich bereits die Leute in zwei Warteschlangen am Kassenautomat. Ich habe Mühe zur anderen Seite zu kommen um meine Schuhe zu holen. Hammer, der Laden ist so brechen voll. Kein Wunder, das den hier jeder kennt. Oh, noch was. Die Leute in der Warteschlange strömen einen unguten Geruch aus. Von wegen schwitzende Japaner stinken nicht.
Ich begebe mich zurück zum MC an dem ich auf der Suche nach dem Sento vorbeigekommen bin und bereite schon vor dem Laden alles für vor, so dass ich nicht noch lange in meiner Tasche graben muss. Ich frage nach einem Teriyaki Burger Menu und bestelle eines mit Orangensaft für 606 YEN. Ich zahle passend und suche einen Platz nahe einer Steckdose. Ich finde einen und stell meinen Rucksack davor ab. Dann gehe ich auf die Toilette.
In dem Eintrittspreis ist auch schon der Besuch in dem Museum dort hinten mit inbegriffen, erzählt mir der alte Weise auf doch erstaunlich gutem Englisch. Man, da kommt man sich doch fast vor wie zuhause. Wobei zugegeben. Ich fühle mich in Japan nicht fremd, selbst wenn ich an neue Orte komme.
Ich besuche also noch das Museum bevor es weiter geht. Ich folge der Route gewissermaßen ins unbekannte, denn der Akku vom Walkman ist bald platt. Ich habe aber das Gefühl, dass der Akku länger hält, wenn ich ihn einfach in den Stand-by versetzte, anstatt ihn jedes Mal wieder einzuschalten. Ich folge also der Landstraße zur nächsten Burg auf meiner Karte. Fuchu Castle. An der angegebenen Position kann ich nichts finden, aber ich finde durch Zufall einen Tempel. Und wie mein großes Glück mal wieder zugeschlagen hat, kann der junge Mann auch tatsächlich englisch. Er erklärt micr, das sich in der Schule dort hinten ein Museum und eine Ruine einer Burg befindet. Ja, Gut. Dann fahre ich da noch mal hin.
Vor der Schule frage ich noch mal zwei Japaner die dort Schülerlotsen spielen. Die wissen von nichts. Aber sie scheinen doch zu wissen, dass es in der Schule eine Ruine gibt. Aber sagen tun sie mir das nicht. Wie dem auch sei. Ich lasse diese Burg unbesichtigt hinter mir und mache mich auf den Weg nach Mito. Das ist gewissermaßen direkt auf meinem Weg an die Küste. Ich habe schon zu viel Zeit vertan. Der Umweg sollte mich nicht mehr als vier Tage kosten, denn dann ist meine Reserve aufgebraucht. Ich sollte mich also beeilen.
Bei einem kleinen Waldstück, wo sich ein langer Schatten auf die Straße erstreckt, halte ich für einen längeren Augenblick an um etwas zu rasten und abzukühlen. Außerdem nutze ich diese Pause um den Walkman am Notebook etwas zu laden, damit ich nicht ohne Navigation da stehe.
Auf dem weiteren Weg passiert nicht besonderes. Ich treffe bei einer meiner vielen Pausen auf drei Radfahrer. Die sind auch auf dem Weg nach Mito. Allerdings haben sie richtige Rennräder und sind nicht schwer beladen. Die fahren also nur zum Spaß während ich voll reinhauen will. Ich habe mich mit ihnen ein wenig unterhalten können. Einer von ihnen spricht etwas Englisch.
Ich erreiche die Stadt Mito bei Einbruch der Dunkelheit. Ich habe an einem Sukyai Halt gemacht um etwas zu essen und das Notebook zum Walkman laden zu nutzen. Heute soll hier ein Fest sein, sagten die Radfahrer. Mal sehen ob ich später Zeit habe mich darum zu kümmern. Ich schlage mich zum Mito Castle durch. Aber das einzige was es dort noch zu sehen gibt, ist ein Tor und der total begrünte Burgwall, den man noch erahnen kann.
Ich fahre anschließend einige Hundert Meter zurück und schiebe mein Bike mit voller Ladung durch das Getümmel. Mir ist das ja schon wieder zu viel. Ich mache ein Foto und setzte meinen Weg fort. Ich will noch paar km reißen. Jetzt ist es nicht mehr so warm und die km sollten nur so schwinden. Doch der Plan ändert sich schlagartig, als ich an einer Polizeistation vorbei komme. Ich möchte ja gerne zum nächsten MC auf der Karte fahren um dort ein wenig zu schreiben und so.
Ich halte an und frage nach einem Sento. sofort weiß der alte Kerl Bescheid. Aber mit seiner Wegbeschreibung kann ich nichts anfangen. Ich frage später noch einige andere Leute auf der Straße. Die wissen zwar was ich suche, tun sich aber auch mit der Wegbeschreibung des alten Polizisten schwer. Sie sagen zweite Ampel links. Ach Leute. Das doch schon mal eine Ansage. Aber welche genau? Hier sind so viele. Zählen die Fußgängerampeln auch? ich frage erneut in einem Yoshinoya nach. Der weiß auch sofort Bescheid und gibt mir eine Wegbeschreibung auf Japanisch. Ja, die Ampel scheint richtig zu sein…dann rechts und wieder links. Soweit erst mal. Ich folge also so gut wie es mir möglich ist der Wegbeschreibung.
Da fällt mir ein, dass ich ja noch keine Seife habe. Auf dem Weg treffe ich noch auf einen Daly Yamazaki. Die haben Seife da. Geil man. Ich frage die Kassiererin erneut nach dem Weg. Sie sagt, zweite Ampel links. Sauber. Damit bin ich doch fast da.
Im Sento angekommen, muss ich mich erst einmal orientieren. Es ist jetzt schon voll. Ich frage die Bedienung, ob sie mir die 500YEN Münze wechseln kann. Ja, kein Problem. Ich schließe meine Sandaletten ein und versuche mich nun am Automaten. Bah, kein Plan wie das jetzt funktionieren sol. Ich frage den Angestellten. Der macht das für mich. Sauber. 680YEN kostet mich der Spaß. Die Kassiererin gibt mir noch eine Wegbeschreibung. Geradeaus und dann rechts. Hai, alles klar. In der Umkleide ist schon (oder noch (ich weiß es ja jetzt noch nicht)) heftig was los. Ich habe echt mühe ein freies Schließfach zu finden.
Nachdem ich meinen Möhl zusammen habe muss ich zunächst den richtigen Bereich finden. Ach du Scheiße. Das ist ja mega Voll hier. Jeder Platz ist bereits belegt und man muss sich anstellen. Zwei junge Japaner warten schon auf einen freien Platz. An dieser Stelle. Soweit was ich ohne Brille erkennen kann, haben hier alle Japaner keinen rasierten Schambereich. Und das bei der Hitze. Leute Alter. Einer der zwei Japaner bietet mir die angeblich defekte Dusche an. Aber es kommt Wasser heraus. Es ist wohl nur der Automatik-Stop der Armatur defekt. Mir reicht das aber voll aus. Ich fange also an mich zu waschen und rasieren.
Als ich fertig bin und mich umsehe, hat sich bereits eine meterlange Warteschlange gebildet. Unnormal. Die reicht schon bis in die Umkleide zurück. Also so gut 20m. Ich sehe zu, das ich hier weg komme, bevor es noch mehr wird. In der Eingangshalle stapeln sich bereits die Leute in zwei Warteschlangen am Kassenautomat. Ich habe Mühe zur anderen Seite zu kommen um meine Schuhe zu holen. Hammer, der Laden ist so brechen voll. Kein Wunder, das den hier jeder kennt. Oh, noch was. Die Leute in der Warteschlange strömen einen unguten Geruch aus. Von wegen schwitzende Japaner stinken nicht.
Ich begebe mich zurück zum MC an dem ich auf der Suche nach dem Sento vorbeigekommen bin und bereite schon vor dem Laden alles für vor, so dass ich nicht noch lange in meiner Tasche graben muss. Ich frage nach einem Teriyaki Burger Menu und bestelle eines mit Orangensaft für 606 YEN. Ich zahle passend und suche einen Platz nahe einer Steckdose. Ich finde einen und stell meinen Rucksack davor ab. Dann gehe ich auf die Toilette.
Freitag, 1. August 2014
Die Ankunft der Medien (01.08.2014)
Ankunft in Narita erfolgreich. Konnte mein Bike und meinen „Koffer“ sofort nach der Passkontrolle finden und habe mich auf dem Weg nach draußen gemacht. Ich war noch gar nicht richtig angekommen, da stürmen drei Japaner auf mich zu. Einer mit einer großen Kamera in der Hand. Einer redet immer auf Japanisch, und ein anderer übersetzt. Die haben mich gefragt, warum ich nach Japan gekommen bin. Ich reise mit dem Fahrrad durch Japan, Hä, was? Dann musste ich denen erst einmal erklären wie ich darauf gekommen bin. Dann wollten die gerne mein Bike sehen. OK, das geht jetzt aber nicht. Ich habe aber Fotos dabei. Und da waren auch welche vom Cosplay mit bei. WOW. Da waren die ja beeindruckt. Das ging eine ganze Weile und mir hing schon der Magen langsam durch, denn seit dem Zwischenfall im Flugzeug habe ich nichts mehr gegessen oder getrunken. Ich wollte also unbedingt los.
Die drei Japaner sind von meiner Reise jetzt schon beeindruckt und möchten mich gerne ein wenig begleiten. Während die versuchen ein Auto zu mieten, schraube ich mein Bike vor dem Flughafen zusammen. Die Busfahrer die daneben stehen sehen nur erstaunt zu. So nach und nach habe ich dann alles wieder zusammengesetzt und die Luft wieder in die Reifen gepumpt. Vorne reicht das erst mal so, aber hinten ist zu wenig drin. Ich muss an eine Tankstelle und frage, ob die mir da etwas mehr Luft reinpumpen können.
Ich verlasse den Flughafen Richtung Narita Zentrum. Auf dem Weg erreiche ich eine Eneos Tankstelle die ich gleich anlaufe. Mein Japanisch war auch schon mal besser. Ich glaube, ich wusste schon mal wie man auf Japanisch nach Luft fragt. Aber ich habe dann ein wenig auf den Reifen gedrückt, da wussten die schon bescheid. Das Kamerateam folgte mir bis dorthin. Haben sich aber nicht eingemischt. Das Problem musste ich selber lösen. Der hilfsbereite Tankwart hat mit seiner Luftpistole versucht den Hinterreifen aufzupumpen. Ich dachte mir nur so, dass es mit dem Stöpsel für ein Autoventile nicht funktioniert. Ich sollte die wohl mal umrüsten, was? Er hat dann noch einen anderen ausprobiert und dann noch eine weitere Variante. Kein nennenswerter Erfolg. Doch dann hat er einen Lappen auf das Ventil gelegt und mit dem Autoventil-Aufsatz dann alles gegeben. Es hat funktioniert. Der Lappen hat den Aufsatz weitestgehend abgedichtet. Zum Glück wollten die jetzt keine Kohle dafür haben. Ich muss erst Geld wechseln. Auf nach Narita. Da weiß ich wenigstens wo ich eine Bank finde, wo das geht.
In Narita angekommen, schleiche ich den altbekannten Weg zum MC und der Narita Station lang. Das Filmteam immer noch hinter mir. Sie denken, dass ich recht schnell unterwegs bin. Ich kann nur sagen, dass ich mit knapp 20km/h nicht sehr schnell bin. Nahe dem MC den ich noch vom letzten Jahr her kenne, finde ich eine Bank, die wohl Visa-Karten annimmt. Also rein da. Doch nein, meine Karte akzeptiert der Automat nicht. Ich frage, ob ich mein Geld umtauschen kann. Nein, hier geht das nicht, aber die nächste Bank da vorne macht das. OK, also rein in den Schuppen und nachgefragt. Ja, machen wir. Aber das ist in der zweiten Etage. Also ab in die zweite Etage. Dort werde ich auch gleich bedient. Die doch schon etwas ältere Dame spricht japanisch mit paar Worten englisch. Sie denkt wohl, dass mein Japanisch hervorragend ist. Dabei verstehe ich nicht sehr viel von dem was Sie sagt. Ich fülle also das Formular aus und lege 80€auf den Tisch. Sie fragt, nach meinem Reisepass. Den muss ich aber erst aus dem Rucksack holen. Dann füllt sie den Rest aus und ich warte einen Augenblick. Zurück erhalte ich etwas über 10000 Yen. Das ist doch ein ganz guter Kurs. 2012 wären das nur 8000YEN gewesen. Ich verlasse die Bank.
Ich fahre zum nächsten Famali Mart, gleich um die Ecke und kaufe erst mal was zum Trinken. Eine 2l Flasche grüner Tee und einen BOSS Milchkaffee. Den saufe ich sofort aus. Kalt haut der am besten rein. Yam. Danach suche ich den Weg zum 120m hohen Buda auf der Karte. Dazu folge ich einfach der Route direkt durch Narita heraus.
Weitere Details erspare ich mir jetzt. Unterwegs mache ich immer wieder Pause, weil es doch so scheiße heiß ist. Man, das hatte ich total vergessen. Also, an dieser Stelle will ich noch mal gesagt haben, dass ihr mich daran erinnern sollt, wenn ich das nächste Mal davon schwafle nach Japan zu reisen. Redet mir das unbedingt aus. Alleine schon der Flug kotzt mich an..^^
Bei einer etwas längeren Pause im Schatten kommt auf einmal eine junge süße Japanerin aus ihrem Auto gesprungen und kommt zu mir rüber. WOW, sie gibt mir ein tiefgefrorenes Getränk. Vielen Dank, sage ich und sie fährt wieder los. Das ist super nett von ihr gewesen. Das Filmteam hängt den ganzen Tag an meinen Fersen. Irgendwie ja doch etwas nervig, da ich auch auf die Rücksicht nehmen muss.
Irgendwann am Nachmittag erreichen wir dann den Buda. Ich gehe rein und sehe mich um Der Eintritt kostet 800YEN. Ja, gut. Kann man ja mal reißen. Der Buda hat sogar einen Weltrekord. Man kann mit einem Fahrstuhl auf 85m höhe hochfahren und durch kleine Schlitze an den Seiten nach draußen blicken. So gut ist die Aussicht aber nicht. Ich bleibe eine gute Stunde dort. Ich muss zugeben, dass ich doch schon für den ersten Tag unwahrscheinlich ausgepowert bin.
Vor dem Tor wartete das Filmteam auf mich. Sie fragen, ob ich mein Ziel für heute erreicht habe. Ja, eigentlich ja nicht ganz. Ich fahre jetzt noch zur nächsten Burg. Mag sein, dass das noch 20km sind. Vielleicht zwei Stunden. Seid ihr dabei? Ja, wie kommen mit. Die Sonne verschwindet allmählich und es wird spürbar kühler. In der Ferne sehe ich auch ordentliche Blitze. Das sieht nach einem Unwetter aus. Ich schlage mich durch die verwinkelte Stadt um zu der nächsten Burg zu kommen. Da es doch nach Regen aussieht, beschließe ich, hier mein Zelt zu errichten. Direkt neben einem Turm einer Burg. Wie rustikal. Das ist das erst mal, dass ich innerhalb einer japanischen Festung übernachte. Die Position ist doch recht gut gewählt. Von zwei Seiten nicht zu sehen und von der dritten, nur aus weiter Entfernung, da sich das Zelt auf einem Hügel befindet. Das Dach springt etwas hervor, somit bekommt das Zelt nicht die volle Ladung ab. Aber vielleicht das, was vom Dach herunter plätschert.
Als letzte Szene, wollen sie noch sehen, wie ich etwas kaufe. OK, das passt. Ich muss ohnehin noch was für den Abend kaufen, da der nächste MC wohl sehr weit weg ist. Ich kurve umher und finde nach nur wenigen Metern einen 100YEN Lawson. Dort kaufe ich zwei Instant Rahmen, eine Flasche Wasser und einen BOSS Milchkaffee. So, aber jetzt kommt’s. Ich brauche ja noch eine Gaskartusche für meinen Kocher. Der eine Japaner fackelt nicht lange und ermittelt ein Home Center nur knappe 400m von hier. WOW. Ich habe aber auch ein Glück. Auf meiner Karte ist so was ja mal wieder nicht eingetragen. Ich müsste so lange warten, bis ich an so etwas vorbei komme. Wir fahren also dort hin und ich finde tatsächlich eine passende Gaskartusche. Nicht schlecht.
Wie begeben uns getrennt zurück zum Zelt. Ich habe aber total vergessen, dass ich kein Essbesteck habe. Ich halte also noch mal am 100YEN Lawson an und kaufe ein doppelpack Essstäbchen zu 108 YEN. Nicht weil die günstiger sind, sondern weil die besser aussehen. Made in China. Reicht aber zum im Topf herumstochern.
Ich erreiche trotz dieser Verzögerung dennoch als erster das Zelt. Ich nutze die Zeit mich etwas umzusehen. Hier gibt es auch einen Wasserhahn. Sauber. Da mache ich mal gleich das Handtuch wieder schön nass. Und schon sind die drei vom TV-Sender da. Ich bau meinen Kocher auf und der Kameramann hält immer drauf. Also ob die so was noch nie gesehen hätten. Die letzte Szene für heute soll sein, wie ich im Zelt verschwinde und Gute Nach sage. Das bekommen wir dann auch noch hin. Nach einer Weile haben wir dann soweit alles besprochen. Sie möchten gerne mein Cosplay sehen. Mal sehen wie ich das gemanagt bekomme. Die drei verabschieden sich und lassen mich für diesen Abend alleine. Gewissermaßen waren sie mir doch eine Hilfe. Man, ich habe aber auch mal wieder ein Schwein gehabt
Ich hau mich in mein Zelt. Bahhhh, warm. Und das jetzt noch. Ich stell die Nudeln erst mal bei Seite. Zu heiß zum essen. Und müde bin ich noch gar nicht. Es ist ja auch gerade mal 18:30 hier in Japan, und doch schon finster wie im Bärenarsch. Unglaublich. In good old germany könnte ich noch locker 3 Stunden im hellen weiterfahren. Ich zieh zunächst mein t-Shirt aus und später auch noch die Hot Pants. Das reicht aber nicht. Zisch, das nasse Handtuch auf den Bauch gelegt. Rol roll, welz welz. Um etwa 0400 japanische Zeit, bekomme ich dann endlich mal ein Auge zu. Ich bin zwar nicht sehr weit gekommen, habe aber alle wichtigen Aufgaben für die erste Zeit erüllt. Gut man.
Die drei Japaner sind von meiner Reise jetzt schon beeindruckt und möchten mich gerne ein wenig begleiten. Während die versuchen ein Auto zu mieten, schraube ich mein Bike vor dem Flughafen zusammen. Die Busfahrer die daneben stehen sehen nur erstaunt zu. So nach und nach habe ich dann alles wieder zusammengesetzt und die Luft wieder in die Reifen gepumpt. Vorne reicht das erst mal so, aber hinten ist zu wenig drin. Ich muss an eine Tankstelle und frage, ob die mir da etwas mehr Luft reinpumpen können.
Ich verlasse den Flughafen Richtung Narita Zentrum. Auf dem Weg erreiche ich eine Eneos Tankstelle die ich gleich anlaufe. Mein Japanisch war auch schon mal besser. Ich glaube, ich wusste schon mal wie man auf Japanisch nach Luft fragt. Aber ich habe dann ein wenig auf den Reifen gedrückt, da wussten die schon bescheid. Das Kamerateam folgte mir bis dorthin. Haben sich aber nicht eingemischt. Das Problem musste ich selber lösen. Der hilfsbereite Tankwart hat mit seiner Luftpistole versucht den Hinterreifen aufzupumpen. Ich dachte mir nur so, dass es mit dem Stöpsel für ein Autoventile nicht funktioniert. Ich sollte die wohl mal umrüsten, was? Er hat dann noch einen anderen ausprobiert und dann noch eine weitere Variante. Kein nennenswerter Erfolg. Doch dann hat er einen Lappen auf das Ventil gelegt und mit dem Autoventil-Aufsatz dann alles gegeben. Es hat funktioniert. Der Lappen hat den Aufsatz weitestgehend abgedichtet. Zum Glück wollten die jetzt keine Kohle dafür haben. Ich muss erst Geld wechseln. Auf nach Narita. Da weiß ich wenigstens wo ich eine Bank finde, wo das geht.
In Narita angekommen, schleiche ich den altbekannten Weg zum MC und der Narita Station lang. Das Filmteam immer noch hinter mir. Sie denken, dass ich recht schnell unterwegs bin. Ich kann nur sagen, dass ich mit knapp 20km/h nicht sehr schnell bin. Nahe dem MC den ich noch vom letzten Jahr her kenne, finde ich eine Bank, die wohl Visa-Karten annimmt. Also rein da. Doch nein, meine Karte akzeptiert der Automat nicht. Ich frage, ob ich mein Geld umtauschen kann. Nein, hier geht das nicht, aber die nächste Bank da vorne macht das. OK, also rein in den Schuppen und nachgefragt. Ja, machen wir. Aber das ist in der zweiten Etage. Also ab in die zweite Etage. Dort werde ich auch gleich bedient. Die doch schon etwas ältere Dame spricht japanisch mit paar Worten englisch. Sie denkt wohl, dass mein Japanisch hervorragend ist. Dabei verstehe ich nicht sehr viel von dem was Sie sagt. Ich fülle also das Formular aus und lege 80€auf den Tisch. Sie fragt, nach meinem Reisepass. Den muss ich aber erst aus dem Rucksack holen. Dann füllt sie den Rest aus und ich warte einen Augenblick. Zurück erhalte ich etwas über 10000 Yen. Das ist doch ein ganz guter Kurs. 2012 wären das nur 8000YEN gewesen. Ich verlasse die Bank.
Ich fahre zum nächsten Famali Mart, gleich um die Ecke und kaufe erst mal was zum Trinken. Eine 2l Flasche grüner Tee und einen BOSS Milchkaffee. Den saufe ich sofort aus. Kalt haut der am besten rein. Yam. Danach suche ich den Weg zum 120m hohen Buda auf der Karte. Dazu folge ich einfach der Route direkt durch Narita heraus.
Weitere Details erspare ich mir jetzt. Unterwegs mache ich immer wieder Pause, weil es doch so scheiße heiß ist. Man, das hatte ich total vergessen. Also, an dieser Stelle will ich noch mal gesagt haben, dass ihr mich daran erinnern sollt, wenn ich das nächste Mal davon schwafle nach Japan zu reisen. Redet mir das unbedingt aus. Alleine schon der Flug kotzt mich an..^^
Bei einer etwas längeren Pause im Schatten kommt auf einmal eine junge süße Japanerin aus ihrem Auto gesprungen und kommt zu mir rüber. WOW, sie gibt mir ein tiefgefrorenes Getränk. Vielen Dank, sage ich und sie fährt wieder los. Das ist super nett von ihr gewesen. Das Filmteam hängt den ganzen Tag an meinen Fersen. Irgendwie ja doch etwas nervig, da ich auch auf die Rücksicht nehmen muss.
Irgendwann am Nachmittag erreichen wir dann den Buda. Ich gehe rein und sehe mich um Der Eintritt kostet 800YEN. Ja, gut. Kann man ja mal reißen. Der Buda hat sogar einen Weltrekord. Man kann mit einem Fahrstuhl auf 85m höhe hochfahren und durch kleine Schlitze an den Seiten nach draußen blicken. So gut ist die Aussicht aber nicht. Ich bleibe eine gute Stunde dort. Ich muss zugeben, dass ich doch schon für den ersten Tag unwahrscheinlich ausgepowert bin.
Vor dem Tor wartete das Filmteam auf mich. Sie fragen, ob ich mein Ziel für heute erreicht habe. Ja, eigentlich ja nicht ganz. Ich fahre jetzt noch zur nächsten Burg. Mag sein, dass das noch 20km sind. Vielleicht zwei Stunden. Seid ihr dabei? Ja, wie kommen mit. Die Sonne verschwindet allmählich und es wird spürbar kühler. In der Ferne sehe ich auch ordentliche Blitze. Das sieht nach einem Unwetter aus. Ich schlage mich durch die verwinkelte Stadt um zu der nächsten Burg zu kommen. Da es doch nach Regen aussieht, beschließe ich, hier mein Zelt zu errichten. Direkt neben einem Turm einer Burg. Wie rustikal. Das ist das erst mal, dass ich innerhalb einer japanischen Festung übernachte. Die Position ist doch recht gut gewählt. Von zwei Seiten nicht zu sehen und von der dritten, nur aus weiter Entfernung, da sich das Zelt auf einem Hügel befindet. Das Dach springt etwas hervor, somit bekommt das Zelt nicht die volle Ladung ab. Aber vielleicht das, was vom Dach herunter plätschert.
Als letzte Szene, wollen sie noch sehen, wie ich etwas kaufe. OK, das passt. Ich muss ohnehin noch was für den Abend kaufen, da der nächste MC wohl sehr weit weg ist. Ich kurve umher und finde nach nur wenigen Metern einen 100YEN Lawson. Dort kaufe ich zwei Instant Rahmen, eine Flasche Wasser und einen BOSS Milchkaffee. So, aber jetzt kommt’s. Ich brauche ja noch eine Gaskartusche für meinen Kocher. Der eine Japaner fackelt nicht lange und ermittelt ein Home Center nur knappe 400m von hier. WOW. Ich habe aber auch ein Glück. Auf meiner Karte ist so was ja mal wieder nicht eingetragen. Ich müsste so lange warten, bis ich an so etwas vorbei komme. Wir fahren also dort hin und ich finde tatsächlich eine passende Gaskartusche. Nicht schlecht.
Wie begeben uns getrennt zurück zum Zelt. Ich habe aber total vergessen, dass ich kein Essbesteck habe. Ich halte also noch mal am 100YEN Lawson an und kaufe ein doppelpack Essstäbchen zu 108 YEN. Nicht weil die günstiger sind, sondern weil die besser aussehen. Made in China. Reicht aber zum im Topf herumstochern.
Ich erreiche trotz dieser Verzögerung dennoch als erster das Zelt. Ich nutze die Zeit mich etwas umzusehen. Hier gibt es auch einen Wasserhahn. Sauber. Da mache ich mal gleich das Handtuch wieder schön nass. Und schon sind die drei vom TV-Sender da. Ich bau meinen Kocher auf und der Kameramann hält immer drauf. Also ob die so was noch nie gesehen hätten. Die letzte Szene für heute soll sein, wie ich im Zelt verschwinde und Gute Nach sage. Das bekommen wir dann auch noch hin. Nach einer Weile haben wir dann soweit alles besprochen. Sie möchten gerne mein Cosplay sehen. Mal sehen wie ich das gemanagt bekomme. Die drei verabschieden sich und lassen mich für diesen Abend alleine. Gewissermaßen waren sie mir doch eine Hilfe. Man, ich habe aber auch mal wieder ein Schwein gehabt
Ich hau mich in mein Zelt. Bahhhh, warm. Und das jetzt noch. Ich stell die Nudeln erst mal bei Seite. Zu heiß zum essen. Und müde bin ich noch gar nicht. Es ist ja auch gerade mal 18:30 hier in Japan, und doch schon finster wie im Bärenarsch. Unglaublich. In good old germany könnte ich noch locker 3 Stunden im hellen weiterfahren. Ich zieh zunächst mein t-Shirt aus und später auch noch die Hot Pants. Das reicht aber nicht. Zisch, das nasse Handtuch auf den Bauch gelegt. Rol roll, welz welz. Um etwa 0400 japanische Zeit, bekomme ich dann endlich mal ein Auge zu. Ich bin zwar nicht sehr weit gekommen, habe aber alle wichtigen Aufgaben für die erste Zeit erüllt. Gut man.
Donnerstag, 31. Juli 2014
Der Aufbruch (31.07.2014)
An jenem Morgen musste ich
unwahrscheinlich früh aufstehen. Denn der Zug geht schon um 04:54 vom
Hauptbahnhof in Güstrow. Diesmal war der Abschied nicht so unerwartet schnell
wie in 2012. Der Zug war rechtzeitig da und wartete auch dementsprechend lange
am Bahnsteig. Meine Eltern haben mich begleitet. Vadders muss mit dem Ibiza
zurück fahren. Hoffentlich kommt er im September auch mit dem Ibiza. Da passt
das Bike wenigstens hinten rein.
Ich fahre mit dem Zug etwas über zwei Stunden bis zum Berliner Hauptbahnhof. Von dort aus muss ich noch fast eine halbe Stunde mit dem Bus fahren. Bus fahren kotzt mich ja am meisten an. Weil die Busfahrer so einen aggressiven Fahrstiel haben. Die scheren sich nicht um Schlaglöcher oder enge Kurven. Die rasen einfach drauf los. Nur mit einem Rucksack geht das ja alles noch. Aber sobald man einen Koffer oder gar ein Bike dabei hat, ist es aus. Im Zug habe ich einfach alles beisammen abgestellt und es stand die ganze Fahrt über, wobei ich in einigen Situationen dachte, dass es umfallen könnte.
Am Hauptbahnhof angekommen, musste ich mich erst mal wieder orientieren. Ich bin also ganz unten, ja? Dann muss ich also ehm, erst mal ins Erdgeschoss. Gut, also rein in den Fahrstuhl und ab nach oben. Von dort aus geht es weiter auf den Bahnhofsvorplatz. Da ich ja letztes Jahr bereits die gleiche Route hatte, fällt es mir diesmal leichter, den richtigen Weg zu finden.
Eigentlich möchte ich gerne etwas essen, aber als ich die Preise der Speisekarte sehe, lasse ich das wohl besser sein und warte bis ich in Japan bin. Der Flug nach Helsinki verläuft Reibungslos und wie zu erwarten war sehr schnell. Auch das Umsteigen am Flughafen Helsinki geht sehr schnell. Ich kann mich am Gate auf einen freien Platz setzten und etwas chillen. Ich nutze den Walkman um noch schnell eine Mail zu senden. Die bitten hier am Flughafen kostenloses Wi-Fi an. Die Verbindung hat der Walkman noch vom letzten Jahr gespeichert und verbindet sich sofort. Wie geil!^^ Der Flug nach Narita hingegen ist wie jedes Mal der reinste Mist. Von Anfang an geht es mir nicht gut, und ich könnte kotzen. Dabei weiß ich nicht mal, wodurch das kommen könnte. Aber egal. Erst mal. Ein paar Stunden nach dem ersten Essen an Board hat mein Magen die Schnauzte voll. Wie gut das ich mir im Vorfeld schon die Tüte aus dem Handschuhfach gesucht habe. BAM, das war eine scheiße. Man, ich kann dir sagen. Aber danach ging es mir eindeutig besser. Ob mir das Essen hier oben nicht bekommt? Auf dem restlichen Flug esse und trinke ich jedenfalls nichts mehr. Es könnte ja sein, das sich das noch einmal wiederholt. Dazu habe ich keinen Bock. So ein unangenehmen Tag hatte ich schon ewig nicht mehr.
Ich fahre mit dem Zug etwas über zwei Stunden bis zum Berliner Hauptbahnhof. Von dort aus muss ich noch fast eine halbe Stunde mit dem Bus fahren. Bus fahren kotzt mich ja am meisten an. Weil die Busfahrer so einen aggressiven Fahrstiel haben. Die scheren sich nicht um Schlaglöcher oder enge Kurven. Die rasen einfach drauf los. Nur mit einem Rucksack geht das ja alles noch. Aber sobald man einen Koffer oder gar ein Bike dabei hat, ist es aus. Im Zug habe ich einfach alles beisammen abgestellt und es stand die ganze Fahrt über, wobei ich in einigen Situationen dachte, dass es umfallen könnte.
Ich wartete nichtlange auf den Bus. Meine größte
Befürchtung war nur, ob ich das Bike mit reinbekomme, Nicht das es im Bus schon
stoppen voll ist. Doch ich hatte wieder einmal Glück. Im Knickbereich des
Gelengbusses war genug Platz. Mein Fehler nur, diesen auch zu nutzen. Dort wird
das Bike nämlich gerne hin und her geschoben, wenn der Bus um eine Kurve fährt.
Schlecht! Im Bus sitzen auch einige Ausländer. Auch Japaner. Ob die mit dem
selben Flug fliegen wie ich? Interessant wäre es ja.
Am Flughafen angekommen, muss ich noch gute 20 Minuten
warten, bis mein Flug überhaupt auf den Anzeigetafeln aufgelistet wird. Das
nutze ich um kurz auf die Toilette zu gehen. Ich stelle mein Bike und den
Koffer an einem Telefon ab. Dort sollte es nicht stören. Ich gehe also schnell
auf die Toilette und versuche mich dort nicht lange aufzuhalten. Denn in good
old Germany weiß man nie.
Kaum bin ich aus der Toilette raus, sehe ich schon die
ersten verdächtigen Gestalten auf mein Gepäck zu schleichen. Die Typen haben
mir gerade noch gefehlt. Die eine ist von einer Fluglinie, der andere Arsch von
der Security. Die Spinnen ja wohl. Die alte will mir weiß machen, dass ich das
nicht hier stehen lassen kann. Warum nicht? Dann sperren die gleich den ganzen
Flughafen. Ja, aber mit auf die Toilette kann ich das Ding auch nicht
schleppen. Ja, dann fragen Sie jemanden, ob der mal kurz aufpassen kann. Ha,
hahahahahahaaaaaa. Das glaubt die doch wohl nicht wirklich, oder? Ich frage
jemanden, ob er mal kurz auf mein Gepäck aufpassen kann, und wenn ich wieder
komme ist er damit über alle Berge. Nein, auf so einen Trick fall ich nicht
rein. Dann lieber den Flughafen sperren lassen.
Mein Flug wird endlich angezeigt. Aber so wie ich das
sehe, ist es noch ein weiter Weg bis dorthin. Uh, na dann mal los. Ich schleife
mich und mein Gepäck ans andere Ende des Flughafens. Terminal C. Dort angekommen,
trifft mich fast der Schlag. Air Berlin hat die Schalter 40 bis 57 für sich
alleine und da stehen hunderte in der Schlange. Ich zottle mit meinem Bike
etwas dichter ans Ende. Einer der Mitarbeiter springt auf mich an. Hey, mit dem
Ding gehst du direkt vorne an die 57. OK!
Die Warteschlange dort ist so kurz, das ich gleich der
nächste bin. Die Frau am Schalter fragt, was mein Gepäck ist. Ein Bike sage
ich. Ich zeige hier meinen Reisepass und sie bestätigt, dass mein Bike an Board
kann. Ich erhalte meine Bordkanten und frage noch mal nach, ob mein Bike direkt
bis nach Narita geht. Ja, das geht direkt durch. Das ja schon mal gut. Wo kann
ich das aufgeben? Gleich neben dem Schalter eine Annahme für Speergepäck. Dort
kann ich mein Bike abgeben.
Da ich jetzt mein ganzes Gepäck los bin, geht es zur
Gepäckkontrolle. Ich muss ja auch wieder so viel mitschleppen. Notebook raus
und so, das kenne ich ja nun schon. Aber diesmal will der, doch freundlich auftretende
Heer, noch eine Sprengstoff Analyse machen lassen, denn mein selbstgebasteltes Rücklicht
macht auf dem Röntgengerät einen echt Hammer spektakulären Eindruck. Ich hätte
nach einem Foto Fragen sollen.
Wie zu erwarten war, gab es keine Beanstandung und ich
kann meine kleines Rücklicht einpacken. Im Duty Free Bereich sehe ich mich noch
um, ob ich nicht doch noch ein echt deutsches Souvenir für Yasu San finden
kann. Zuerst denke ich, das so ein Steif Stofftier was Geeignetes ist. Aber ich
dachte mir, nein, du wolltest ja ein Souvenir irgendwo von einem Spot in Japan
mitnehmen. Aber ich habe dann doch noch ein Stofftier für 18€ gekauft. Das ist
schon ganz schön fett. Wenn ich in Japan noch was Gutes finden sollte, dann
kann ich das Stofftier ja immer noch selber behalten.
Ich warte in der Abflughalle bis es endlich losgeht. Als
der Schalter öffnet, gehe ich noch schnell ein letztes Mal zur Toilette. Wir
starten bei bestem Wetter. Im Flugzeug gibt es nur eine Kleinigkeit zu
knabbern. Man hat die Wahl zwischen einem PickUp und einer kleinen Tüte Chips.
Schon ein bisschen schwach.
Eigentlich möchte ich gerne etwas essen, aber als ich die Preise der Speisekarte sehe, lasse ich das wohl besser sein und warte bis ich in Japan bin. Der Flug nach Helsinki verläuft Reibungslos und wie zu erwarten war sehr schnell. Auch das Umsteigen am Flughafen Helsinki geht sehr schnell. Ich kann mich am Gate auf einen freien Platz setzten und etwas chillen. Ich nutze den Walkman um noch schnell eine Mail zu senden. Die bitten hier am Flughafen kostenloses Wi-Fi an. Die Verbindung hat der Walkman noch vom letzten Jahr gespeichert und verbindet sich sofort. Wie geil!^^ Der Flug nach Narita hingegen ist wie jedes Mal der reinste Mist. Von Anfang an geht es mir nicht gut, und ich könnte kotzen. Dabei weiß ich nicht mal, wodurch das kommen könnte. Aber egal. Erst mal. Ein paar Stunden nach dem ersten Essen an Board hat mein Magen die Schnauzte voll. Wie gut das ich mir im Vorfeld schon die Tüte aus dem Handschuhfach gesucht habe. BAM, das war eine scheiße. Man, ich kann dir sagen. Aber danach ging es mir eindeutig besser. Ob mir das Essen hier oben nicht bekommt? Auf dem restlichen Flug esse und trinke ich jedenfalls nichts mehr. Es könnte ja sein, das sich das noch einmal wiederholt. Dazu habe ich keinen Bock. So ein unangenehmen Tag hatte ich schon ewig nicht mehr.
Freitag, 27. Juni 2014
Burgen kartografiert
Ich habe mir die Mühe gemacht die Positionen von insgesamt 503 Burgen in Japan in Google Earth einzutragen. Die Datei kann sich hier jeder runterladen und in Google Earth importieren. Die Datei ist auch kompatibel mit "Maps with me" für Android. Zu jeder Burg gibt es eine kurze Info (Ruins, reconstructed...) sowie den Namen in Kanji, wenn ich ihn vorgefunden habe. Ich hoffe es nützt euch.
Wenn jemand weitere Burgen kennt, so möge er mir bitte die Position (Koordinaten) mitteilen.
Dowload bei Share Online: Burgen (503)
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